Alle Artikel von Marianne Gröters

Mutmach-Steine

Vor gut vier Wochen kam eine Mutter unserer Schule, Frau Layes-Schwarz,  auf die gute Idee, den Senioren des Rheinstadtpflegehauses einen kleinen Gruß zu schicken,
damit die Menschen dort merken, dass sie nicht vergessen werden.
Die Idee hat unsere Pfarrerin Frau Schwark an die Kinder der Martinus Schule weitergeleitet, mit dem Wunsch, dass sich viele Kinder beteiligen mögen. Die Steine konnten am Pfarrhaus abgegeben werden.

Die Resonanz war überwältigend: „So viele Kinder haben mitgemacht haben und sind  losgezogen, um schöne Steine hier in Strümp oder am Rhein zu sammeln, sie zu säubern und ganz kreativ und bunt zu gestalten.“
So sind am Ende mehr als 200 ganz unterschiedliche Steine sind zusammengekommen.
Frau Schwark schrieb, dass auf manchen kleine Botschaften wie ‚Hoffnung‘, ‚Mut‘ oder ‚Liebe‘ stand, „auf manchen waren schöne Glückssymbole oder Frühlingsmotive und
wieder andere waren bunt angemalt. ‚Mut-Mach-Steine‘ haben wir die Steine genannt und dann kurz vor Ostern ins Rheinstadtpflegehauses in Strümp gebracht.
Und weil es so viele Steine waren, haben wir auch einige in manche Geschäfte hier in Strümp gebracht, wo so einige Männer und Frauen ja auch die Stellung für uns halten, damit wir weiterhin versorgt sind.

Alle waren gerührt von Euren Steinen und haben sich sehr gefreut und
das wollten wir Euch erzählen und den Dank an Euch weiterleiten – und
auch ein Bild, das wir von den Steinen gemacht haben.
Auf dem Bild könnt Ihr die Steine sehen und wenn Ihr genau hinschaut,
dann findet Ihr vielleicht auch den Stein, den Ihr gemacht habt.“ (Zitat Fr. Schwark)

 

Fantasiegeschichten 4a

Der große böse Baum

Es war ein Sonntagmorgen. Drei kleine rote Eichhörnchen flitzten über ihren großen Baum. Als die Mutter rief: „Halt ihr dürft nicht in den Nadelwald!“ „Warum denn nicht?“, fragte eines ihrer Kinder. Die Mutter antwortete blitzschnell: „ Dort steht der große böse Baum!“ Daraufhin bekamen die Kinder große Angst und sagten nichts mehr.

Als in der Nacht ein Eichhörnchen aufwachte dachte es: „Wie sieht wohl dieser große böse Baum aus?“ Das wollte Timo wissen und so rannte er in den tiefen schwarzen Wald. Da hörte er eine Stimme: Lalalalalalala.“ „Ob das der große böse Baum ist, der da singt?“, murmelte Timo.  Er schlich näher heran und sah, dass der Baum ein Konzert  gab. Viele Tiere saßen um ihn herum, aber es waren keine normalen Tiere. Es waren Wesen mit Hörnern, Flügeln oder drei Armen. Timo schmuggelte sich dazu. Als das Konzert zu Ende war, nahm das Eichhörnchen all seinen Mut zusammen und sprach den Baum an: „Bist du der große böse Baum?“ „Oh nein, ich bin Kasper ein berühmter Sänger hier im Märchenwald“, sagte er. Wir plauderten noch lange weiter und Timo erfuhr, dass der große böse Baum nicht gerade böse war. „Hey Timo, wie wäre es, wenn du und deine Freunde auf mir wohnen würden?“, fragte Kasper. „Das wäre toll!“, rief Timo.

Er lief schnell nach Hause und berichtete seiner Mutter: „Mama der große Baum heißt Kasper und er ist ganz nett!“ Als Timo ihr alles erzählte staunte sie nicht schlecht und sagte: Ja, natürlich können wir dort einziehen!“ Timo lief sofort los und packte seine Koffer. Nach ein paar anstrengenden Tagen war der Baum bereit zum Einzug und die drei Eichhörnchen flitzten wieder hin und her. Am Abend ließen sie sich ein Gutennachtlied singen und schliefen glücklich ein.

Fantasiegeschichte von Elisa Weber


Toto lernt Trompeten

Eines Montagmorgens ging Toto auf das Feld neben dem Zirkus. Er wollte noch etwas Trompete spielen, als er ein kleines komisches Wesen sah. Es sah aus wie ein Känguru in klein mit einem gelben Fell und grünen Punkten darauf. Das Wesen rief: „Bist du Toto?“ Er schrie zurück: „ Ja, ich bin Toto!“ In dem Moment als er den Satz beendet hatte, rannte dieses Ding los und stand vor ihm. „ Ich bin Eddy, ich komme aus der Trompetenwelt und habe gehört, dass du hier im Zirkus arbeitest. Du sollst trompeten und kannst es aber gar nicht“, plapperte er mit einer piepsigen Stimme. „Woher weißt du, dass ich nicht trompeten kann und wie ich heiße?“, fragte Toto. „Wir aus der Trompetenwelt wissen alles“, antwortete Eddy. „Ich bin geschickt worden, um dir das Trompeten beizubringen“, sagte er. Als Eddy zu Ende gesprochen hatte, begannen sie schon zu üben. Dann sprach Toto: „In drei Monaten und einer Woche beginnt die Vorstellung, da muss ich trompeten können“, trauerte Toto. „Ich glaube du schaffst das“, versicherte Eddy. Nach dem Gespräch übten sie Tag und Nacht, Woche für Woche. Als Toto nach drei Monaten immer noch nicht trompeten konnte, beschloss Eddy ihn mit in seine Welt zu nehmen. Toto willigte ein. Um in Eddys Welt zu gelangen musste Eddy seine langen Ohren verformen und dann nahm er Toto an die Hand und sagte etwas. Danach wurden sie wie in einen Tornado geweht. Plötzlich verlangsamte sich der Tornado und sie landeten in einer anderen Welt. Da waren noch ganz viele Wesen. „Hier lernst du Trompeten.“ Eddy zeigte auf ein Gebäude. Toto hatte Angst, aber zugleich staunte er auch. Dann gingen sie in ein großes buntes Gebäude. Innen saß ein großes Wesen von Eddys Art. „ Der bringt dir das Trompeten bei“, sagt Eddy. Danach verließ Eddy den Raum. Toto war etwas mulmig, aber als das Wesen begann sich vorzustellen, verflog seine Angst. Er hieß Kan und fragte: „Wie heißt du?“ „Ich heiße Toto“, antwortete er. Danach begann der Unterricht. In kaum zu glaubenden sechs Tagen und 22 Stunden lernte Toto trompeten. Später sagte Kan: „Jetzt kannst du es.“ Da dachte Toto: „Ich habe ja nur noch zwei Stunden!“ Er rannte aus dem Raum und rief noch schnell: „Danke und tschüss Kan.“ Toto rannte weiter zu Eddy und fragte ihn: „Bringst du mich bitte in meine Welt zurück?“ „Ja“, antwortete Eddy. „Aber ich bleibe hier“, sagte er. Trauer kam bei beiden auf. Sie umarmten sich. Dann stellte Toto sich vor Eddy und er sprach seinen Zauberspruch. Der Strudel erfasste Toto wieder und nach einer Minute war er wieder in seiner Welt. Da sah Toto den Zirkus, vor dessen Kassenhäuschen ganz viele Besucher standen. Toto rannte zum Zirkus. Er wurde herzlich empfangen und direkt in die Manege geschickt. Dort saßen ganz viele Zuschauer. Als Toto anfing zu trompeten, klatschten alle. Dann verließ er die Manege wieder und war glücklich es geschafft zu haben.

Anna Westerberg